Morde in verschlossenen Räumen – Locked-Room-Krimis

lockeddooor_flickrIch habe gerade Adrian McKintys interessanten Post Soji Shimada & Locked Room Mysteries gelesen. Darin schreibt er über die Faszination, die so genannte Locked-Room-Krimis auf ihn ausüben.

Als langjähriger Krimifan lese ich solche rätselhaften Geschichten, die zum Mitdenken einladen, ebenfalls mit Begeisterung.

Was einen guten Locked-Room-Krimi ausmacht

Allerdings findet man neue Krimis dieser Art nur selten, vielleicht weil es gar nicht so einfach ist, sie sich auszudenken und dann so aufzuschreiben, dass man den Lesern gegenüber, nun, nicht mit offenen Karten spielt, aber doch fair bleibt. Dazu gehört auch, dass die Lösung logisch ist und der Mord auf die genannte Weise machbar (also nicht auf irgenwelchen übernatürlichen Phänomen beruht).

Adrian McKinty nennt folgende Kriterien für einen gelungen Krimi dieses Sub-Genres:

I think there are four elements that make a really good locked-room mystery novel: 1. An original puzzle. 2. An interesting detective and supporting characters. 3. Lively prose. 4. An elegant solution to the puzzle.

Er zählt in seinem Post außerdem zehn seiner Lieblingsbücher aus dieser Gruppe auf. Dass sie alle auf Englisch sind schreckt mich zwar nicht, jedoch sehr wohl, dass es in fast allen Fällen keine erschwingliche E-Book-Ausgabe gibt. (Die Krimi-Couch hält eine Auflistung solcher Bücher bereit, die auf Deutsch erschienen sind.)

Sofort gekauft habe ich mir allerdings Rain Dogs (Detective Sean Duffy), McKintys eigenen Beitrag zu dieser Art von Geschichten. Ich brauchte nicht lange zu überlegen, denn sein erster Krimi dieser Reihe, The Cold Cold Ground, hat mir ausnehmend gut gefallen. Hier habe ich ihn bereits einmal erwähnt: Fakten, Fakten, Fakten und ein wenig dichterische Freiheit: die Hindergründe meines neuen Thrillers.

Meine eigenen Beiträge zu diesem Genre: zwei Locked-Room-Kurzkrimis

Ich selbst habe mich zweimal an dieser Krimivariante versucht, allerdings in Kurzgeschichten:

Beide Storys sind außerdem enthalten in der Sammlung Die Detektivin und der Kommissar – Fünf Anja Zenk- und sechs Kommissar Kolm-Kurzkrimis.

Streng genommen geht es in den beiden Kurzgeschichten nicht um verschlossene Räume, sondern um ein verschlossenes Haus beziehungsweise um ein Haus, aus dem der Täter nicht unbeobachtet hätte entkommen können. (Aber auch solche Krimis fallen, denke ich, in diese Rubrik.) Erfüllen die Geschichten McKintys Kriterien? Das können natürlich nur die Leser entscheiden, also ihr 😉

(Foto: woodleywonderworks/Flickr, CC BY 2.0)

DieDetektivinundderKommissar
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