Aus meiner Schriftstellerwerkstatt oder warum ich für meine Thriller etwas länger brauche

Screenshot 2016-05-02 09.15.15 (3)Meine Thriller kommen nicht vom Fließband, sondern sind sorgfältige Hand- beziehungsweise Kopfarbeit. Darüber schreibe ich manchmal in diesem Blog, zum Beispiel hier, und auch drüben bei Facebook, etwa hier.

Heute möchte ich wieder einmal einen Einblick in meine Werkstatt gewähren, und zwar mit zwei kurzen Texten, die ich in ähnlicher Form schon bei Facebook gepostet habe. Vielleicht interssiert es ja jemanden 🙂

Erstens etwas, das den vierten Cori-Stein-Thriller betrifft (ja, auch darüber denke ich bereits nach, siehe dazu auch den Eintrag in der rechten Spalte „So weit bin ich mit dem 4. Cori-Stein-Thriller“):

Wie Thrillerautoren arbeiten (genauer: Wie ich arbeite): Den ganzen Nachmittag lese ich verschiedene Artikel und Blogposts, finde hier eine interessante Emotion beschrieben, da eine kleine Geschichte, die sich für den 5. (!) Cori-Stein-Thriller eignen würde (ja, so weit im Voraus plane ich).

Insgeheim mache ich mir Vorwürfe, dass ich meine Zeit verschwende. Sollte ich nicht lieber schreiben, und zwar den 3. Cori-Stein-Thriller? Für den ich aber auch noch recherchieren muss, finde ich, bevor die Geschichte Gestalt annehmen kann. Zu viel ist mir noch unklar. In meinen Büchern geht es immer um etwas, etwas Empörendes, Reales (nicht irgendwelche Artefakte mit geheimnisvollen und gefährlichen Eigenschaften).

Und dann BUMM! Ich lese einen langen Artikel, spannend, dann etwas, das zu der Idee passt, die ich bereits angedacht hatte, sie erweitert, präzisiert und ganz aktuell macht – und ich weiß: Das ist der Skandal, das sind die Verbrechen, um die es im 4. Cori-Stein-Thriller gehen wird. Nicht 1:1 übernommen natürlich, sondern als Grundlage für ein spannendes neues Abenteuer für Cori. Ich weiß jetzt, welche Art von Machenschaften sie in dem Buch aufdecken wird – naja, so ungefähr. Offensichtlich muss ich noch genauer recherchieren, aber das hat Zeit. Zuerst ist Buch Nr. 3 dran.

Zweitens etwas, das die Arbeit an meinem dritten Cori-Stein-Thriller betrifft und hoffentlich die Sorgfalt widerspiegelt, die ich beim Planen und Schreiben aufwende, und die Liebe zum Detail.

#Autorenprobleme Dieses Mal: Russisch mit lateinischen Buchstaben schreiben. Soll ich das W verwenden? Dann schreibe ich Petrow, Swetlana und Wiktor, was mir nicht gefällt. Nehme ich das V, müsste ich schreiben Michailovitsch und davai, davai.

In vielen Artikeln und auf vielen Websites geht es übrigens wild durcheinander (Beispiel aus dem Screenshot von oben: Svetlana Wladimirovna). So benutzt man z. B. das W, bringt das aber bei Svetlana oder Viktoria nicht übers Herz.

Ein solcher Mischmasch gefällt mir als Schreibdozentin und Naturwissenschaftlerin, die ich auch bin, nicht. Die Autorin und Linguistin Friederike Schmöe verwies mich per Twitter freundlicherweise auf diese Tabelle (pdf) der Uni Oldenburg. Danach nimmt man laut DIN das V, der Duden möchte aber das W. Ich denke, ich entscheide mich für W und es gibt niemanden der Wiktor/Viktor oder Swetlana/Svetlana heißt.

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