Das Phönix-Vermächtnis – Bilder, Inspirationen, Quellen (Teil 2)

DAS PHONIX-VERMACHTNIS - 500Dies ist der zweite in einer Reihe von Posts für Leser, die sich gerne von einigen “Spielorten” meines Thrillers Das Phönix-Vermächtnis ein genaueres Bild machen möchten oder die wissen möchten, was mich zu manchen Szenen inspiriert hat und was von dem, das ich schreibe, auf Tatsachen beruht. Den ersten Post mit weiteren Erklärungen findet ihr hier.

Im dritten Kapitel sagt Leo:

„Ihr wisst so gut wie ich, dass Libyen jede Menge Semtex für die IRA nach Irland verschifft hat.“

… Er war kein Experte, aber das Semtex und auch etwas am Aussehen oder an der Haltung des Bombenlegers ließen ihn an die IRA denken. Beziehungsweise eine der Splittergruppen, die sich nach dem Friedensabkommen, dem Good Friday Agreement, von 1998 gebildet hatten.

Dieses Wissen kann jemand wie Leo natürlich aus allen möglichen Quellen beziehen. Vielleicht hat er aber auch seinerzeit diese Artikel in der Zeitung gelesen:

Libyan arms helped the IRA to wage war
(Der Artikel erklärt u. a., wie das Semtex in die Hände einer Splittergruppe gelangen konnte: the IRA quartermaster Michael McKevitt (since convicted of IRA offences) defected to the Real IRA in 1997, taking large amounts of Semtex and other IRA weaponry. In „Das Phönix-Vermächtnis“ geht es allerdings um eine andere, fiktive Abspaltung von der IRA.)

und

Omagh bomb ‚may have used Libyan Semtex‘.

In Kapitel 5 bereitet Leo einen ausgeklügelten Betrug vor. Inspiriert hat mich dazu u. a. dieser Artikel im Guardian:

Damien Hirst and the great art market heist.

Den Pub, in dem er sich mit Dominic trifft, könnt ihr euch so vorstellen.

Im 6. Kapitel besuchen Cori und Leo eine Gartenparty. Die Inspiration für Coris Kleid habe ich ja bereits bei Pinterest gepostet.

Cori fragt Leo auch nach dem Chef des MI6:

„Ist er so was wie dein M?“

„Wenn ich wie James Bond einen Boss hätte, dann ja“, erwiderte Leo lächelnd. „Man nennt den Chef des MI6, oder SIS, wie sie sich heutzutage nennen, aber C.“

Das und weitere Details habe ich  auf der Website des britischen Auslandsgeheimdienstes erfahren. Den genauen Link und die Textstelle, aus der meine Info ursprünglich stammte, gibt es dort nicht mehr. Aber wenn man googlet, findet man Erklärungen wie diese „Chief of SIS, is known as ‚C‘ after the first Chief, Mansfield Cumming who always signed himself ‚C'“ z. B. hier.

SIS Building / 2014, Foto von George Rex. (CC BY-SA-Lizenz)

SIS Building / 2014, Foto von George Rex.
(CC BY-SA-Lizenz)

Ich habe die Gelegenheit ergriffen, hier noch einmal das MI6-Gebäude zu zeigen (wie auch auf dem Cover meines Buchs). Ich finde, es hatte ein ausgesprochene Thriller-Ausstrahlung: vielschichtig, mysteriös, verschwörerisch 😉

Im 9. Kapitel beschreibe ich Vorsichtsmaßnahmen, die Cori ergreift, damit Geheimdienste sie nicht auspionieren können.

… seit Neuestem reiste sie nur noch mit einem kleinen billigen Notebook, das die Behördenfuzzis bei der Einreise gerne überprüfen und mit Viren und Würmern versehen konnten, weil sie es danach nie wieder benutzte.

Dass sie nicht paranoid ist, zeigen zum Beispiel diese Meldungen: US-Richter: Laptops dürfen auch ohne Verdacht durchsucht werden und Five Things to Know About U.S. Border Laptop Searches. Dort steht unter anderem zu lesen: „Your PC might not be returned right away.“ Ich kann Coris Überlegung verstehen, dass es ein Leichtes ist, bei dieser Gelegenheit einen Virus o. Ä. zu installieren. Ganz im Ernst denke ich, dass Journalisten das berücksichtigen sollten.

Ich glaube, dies ist ein guter Moment, um für heute aufzuhören. Denn im nächsten Post verlassen wir London und Großbritannien. Wir begeben uns dann mit Cori und Leo nach Irland und machen weiter mit Kapitel 13.

Is this the bus to SIS/MI6? Foto von Jamie McCaffrey (CC BY 2.0-Lizenz)

Is this the bus to SIS/MI6?
Foto von Jamie McCaffrey
(CC BY 2.0-Lizenz)

Sollte jemand konkrete Fragen zu Das Phönix-Vermächtnis haben (oder zum Vorgänger Ohne Skrupel), beantworte ich die natürlich gerne, zum Beispiel bei Facebook oder Google+ oder per E-Mail (s. Impressum).

Fortsetzung folgt …

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