Fakten, Fakten, Fakten und ein wenig dichterische Freiheit: die Hindergründe meines neuen Thrillers

DAS PHONIX-VERMACHTNIS - 500Dies ist ein leicht abgewandeltes Kapitel aus dem Anhang meines neuen Thrillers Das Phönix-Vermächtnis:

Die Geschichte meines zweiten Cori-Stein-Thrillers ist natürlich von vorne bis hinten erfunden. Sie geht jedoch aus von realen Situationen und Gegebenheiten.

Eine Reihe von Fotos (viele habe ich selbst gemacht), die mich zu Beschreibungen und Geschehnissen in diesem Roman inspiriert haben, habe ich bei Pinterest gepostet.

Allerdings ist dieser Thriller keine Dokumentation, sondern ein fiktionales Werk. Manchmal habe ich Fakten, vor allem örtliche Gegebenheiten, bewusst ignoriert oder „angepasst“, wenn es der Geschichte und der Dramatik diente. Die beiden Wandmalereien zum Beispiel (zum Osteraufstand und von George Best), die ich beschreibe, gibt es in Belfast tatsächlich. Aber ob man sie auf den Wegen erreicht, denen Cori und Co. folgen, ist zweifelhaft. Manches habe ich sogar erfunden, wie das Museum für Altertümer und zyprische Geschichte in Nikosia und den Palast, der es beherbergt. Das nennt man dichterische Freiheit 😉

Wenn ich im Laufe der Geschichte bestimmte Menschen erwähne, wie den letzten britischen Gouverneur von Zypern oder den Chef des MI6, so handelt es sich dabei natürlich ebenfalls um erfundene Kunstfiguren und nicht um die historischen Persönlichkeiten. Ähnlich verhält es sich mit allen anderen Personen, Organisationen und Institutionen, für die es möglicherweise in der Realität eine Entsprechung gibt.

Vieles, was ich schildere, entspricht jedoch der Wirklichkeit oder ist an diese angelehnt.

Einiges kenne ich aus eigener Anschauung: Ich war einmal in Malta, zweimal in Irland und dreimal in Zypern. Bei meinem ersten Besuch Zyperns (2004?) beeindruckte mich besonders etwas, das ein Fremdenführer uns bei einer Rundfahrt erklärte, und zwar so sehr, dass es mir keine Ruhe ließ. Er sagte sinngemäß, dass er Zyprer sei, kein Grieche, und dass er nicht wollte, dass Griechen, Türken und Engländer über seine Insel mitbestimmten.

Engländer? Das war mir neu. Wir sahen auch den Gipfel des Olympos, den die Engländer für sich beanspruchten und auf dem sie ihre Radaranlagen errichtet hatten. Sicher sprach der Mann, dessen Namen ich leider vergesse habe, nicht für alle Zyprer. Doch die Erkenntnis, dass ein europäisches Land Gebiete in einem anderen besetzt hatte (letztlich einfach, weil es das wollte), wurde zum Ausgangspunkt für den zweiten Cori-Stein-Thriller.

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Der Beweis, dass ich in Zypern war.

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Diese Gegend mit den Zitronenbäumen käme Cori bekannt vor.

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Britisches Gebiet.

 

 

 

 

 

Jahre später entdeckte ich auf der Facebookseite einer Bekannten Urlaubsfotos von den Peace Lines, den Friedensmauern, die Belfast teilen. Etwas, das mich als Deutsche verblüffte und schockierte. Und neugierig machte, so dass ich mich intensiver mit der Situation in Nordirland beschäftigt habe, über die ich offensichtlich nur wenig wusste. Der zweite Handlungsstrang meines Romans bildete sich heraus.

Über verschiedene Artikel, YouTube-Videos und mehr, die mir als Quellen dienten, werde ich nach und nach  hier im Blog schreiben. (In einigen Fällen ist das schon geschehen.) Im Folgenden möchte ich deshalb nur einige Bücher erwähnen, die ich im Zuge meiner Recherchen gelesen habe.

Um mehr über die britischen Geheimdienste zu lernen, habe ich Krimis von Stella Rimington gelesen, zum Beispiel Present Danger, der in Nordirland spielt. Rimington, das muss man dazu wissen, ist nicht nur eine erfolgreiche Autorin. Von 1992 bis 1996 war sie auch die Chefin des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5.

Um ein besseres Gefühl für die Zeit der Troubles und die Menschen in Nordirland zu bekommen, habe ich verschiedene Bücher gelesen.

Zum Beispiel diese drei:

Das zweite und das dritte Buch sind wieder Krimis, und zwar von Autoren, die aus Nordirland stammen. Außerdem habe ich mehrere Inspector-Devlin-Thriller von Brian McGilloway gelesen, zum Beispiel The Nameless Dead.

Alle diese Bücher behandeln ganz andere Geschichten als mein Thriller. Aber sie gaben mir ein Gefühl für das (Nord)Irland von gestern und heute.

In Zypern habe ich mich unter anderem mit Hilfe dieser Bücher „eingelebt“:

Weitere Hintergrundinformationen finden sich, wie gesagt, hier im Blog in der Rubrik Das Phönix-Vermächtnis. Peu à peu werde ich dort immer mal wieder etwas Neues posten.

*Fun Fact: Als ich etwas für diesen Post nachschauen wollte, entdeckte ich, dass die Bücher von Patrick O’Brian für Adrian McKinty Comfort Reading sind. Und eben diesen Patrick O’Brian erwähnt auch eine Person in „Das Phönix-Vermächtnis“, um eine Botschaft zu übermitteln. Aber das ist eine andere Geschichte …

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