Was macht eine Krimigeschichte aus?

KRIMIkleinIn den USA sorgt die Fernsehserie True Detective für viel Furore und speziell die erste Staffel erhielt eine Menge Lob. Ich selbst kenne die Serie nicht, weil ich nicht glaube, dass sie mir gefallen würde. Zu düster, in der ersten Staffel Ritualmorde an Frauen, was ich weder unterhaltend noch besonders originell finde, die Ermittler, wenn ich das richtig verstehe, irgendwie schwierig, gebeutelt und auch nicht wirklich sympathisch.

Trotzdem möchte ich als Krimifan und -autorin natürlich auf dem Laufenden bleiben über neue Entwicklungen in diesem Genre und habe deshalb diese Kritik der letzten Folge der zweiten Staffel gelesen: ‘True Detective,’ Season 2, Episode 8: ‘Omega Station’.

Darin schreibt Chris Ryan, der Autor des Beitrags, unter anderem:

What matters in crime fiction is feeling. It’s attitude, atmosphere, dialogue, mood. It’s the idea of one or more individuals going up against institutions of great power. It’s the idea that the underworld exists, right in front of you, all the time, and you just have to look.

Das hat mich angesprochen. Es gilt gewiss nicht für alle Krimigeschichten und auch nicht für alle, die ich schreibe. Aber doch in gewisser Weise für meine Thriller. Und ich glaube, dass dies, wenn nicht das, so doch ein Rezept sein kann für große, umfangreiche Storys über Verbrechen und Verbrecher und die Menschen, die versuchen, sie zu bekämpfen.

Im Zusammenhang mit True Detective fiel beispielsweise der Name James Ellroy, in der genannten Rezension, aber auch in diesem und in diesem Post von Matt Ingwalson. Auf seine Romane trifft die obige Beschreibung einhundertprozentig zu. Ich habe nur ein Buch von Ellroy gelesen (auf Englisch), ich glaube, es war White Jazz. Ich fand, es war ganz außergewöhnlich und wunderbar geschrieben (aber doch auch so anstrengend zu lesen, dass ich es vorerst bei einem bewenden ließ). Und L.A. Confidential, nach einem anderen Roman von Ellroy, gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

All das beweist letztlich: Auch Krimiautoren sind Krimifans. Oder sollten es zumindest sein 😉

Wer wissen möchte, was ich als Schriftstellerin aus einem anderen Artikel über die zweite Staffel von True Detective gelernt habe, der folge mir bitte zu meinem Schreibblog.

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