Was Leser über meine E-Books bei Tolino und Co. wissen sollten

Aktualisierung vom Sommer 2016: Ich habe meine Bücher wieder bei Tolino und Co. aus dem Programm genommen, da der große Aufwand, s. u., sich angesichts der wenigen Verkäufe nicht lohnt. Außerdem kann ich meine Bücher für die KindleUnlimited-Ausleihe freigeben, wenn ich sie exklusiv bei Amazon anbiete. Damt scheint mehr Lesern geholfen zu sein.

(Mit vielen Updates zum Thema Tolino)

Um auch Leser zu erreichen, die ihre E-Books nicht bei Amazon kaufen und auf anderen Geräten lesen, biete ich Ohne Skrupel und die beiden Kaha-Fischer-Krimis Rettende Engel und Lisa, Ben und Tim auch bei Kobo, iTunes/iBooks, Google Play und neuerdings auch für Tolinos (in den entsprechenden Shops) an.

Einerseits gelten alle meine Bemühungen immer meinen Lesern. Ich möchte es euch so leicht wie möglich machen, meine Bücher zu kaufen und zu lesen, und ich möchte euch natürlich immer eine hervorragende Qualität bieten. Doch der Versuch, meine Bücher auch anderswo anzubieten, macht mir aus verschiedenen Gründen Bauchschmerzen. (Und mehr Arbeit, aber die leiste ich gerne, wenn es den Lesern nützt.)

Deshalb hier zwei Passagen zu unterschiedlichen Aspekten. Die erste habe ich gerade bei Google+ veröffentlicht:

Ich habe letzte Woche einige Bücher bei Tolino hochgeladen, damit sie für mehr Leser zugänglich sind. Den Start, den Matthias Matting in seinem unten verlinkten Beitrag holprig nennt, habe auch ich so empfunden. Dass man manchmal ob des großen Ansturms der Indies nicht „durchkam“ — bei mir hat die Registrierung und das Hochladen mancher Cover erst jeweils im zweiten Anlauf geklappt — nun gut, dafür habe ich Verständnis. Dass man für jedes Buch eine eigene Autoren-Bio hochladen muss. Meinetwegen. Dass Tolino mich aber nicht warnt, wenn ich die maximale Zeichenzahl überschreite, so dass die Biografien in den Online-Shops mitten im Wort abbrechen: kein Verständnis. Dass meine Korrekturen nach Tagen (ich schätze, es ist eher eine Woche) immer noch nicht in den Shops angekommen sind, s. hier*: kein Verständnis. Dass ich, wenn ich nur schauen will, ob ich den Text gekürzt habe, immer wieder alles („speichern und weiter“ bis zu „veröffentlichen“) durchklicken muss, weil sonst in der Liste meiner Bücher bei mir steht „Autorin bearbeitet“ statt „an den Handel ausgeliefert“ oder so ähnlich, das ist ohne Grund sehr unkomfortabel und ich habe: kein Verständnis. Dass die Leseproben (ich hoffe nicht auch die Bücher) besch … aussehen, weil sie „mittig“ nicht verstehen und alles nach links rücken, und das bei einer fertigen, validierten EPUB-Datei, mit der Apple z. B. kein Problem hat: kein Verständnis. Dass sie in einem meiner Schreibratgeber die gesamte Schrift schwarz darstellen (nur in der Leseprobe??? oder auch im Buch), so dass man meinen Text nicht von den vielen Beispielsätzen, die ich in Grau geschrieben habe, unterscheiden kann: kein Verständnis. Farbe geht laut den Richtlinien sowieso nicht, weil: „Die meisten eBooks werden zudem auf Schwarz-Weiß-Bildschirmen gelesen.“ Really? (Zumindest bei einer Kollegin erscheint das Innere ihres Buchs doch farbig.)
Kein Verständnis für das alles habe ich erstens, weil ich mir viel Mühe gegeben habe, um meinen Leserinnen und Lesern ein angenehme Lektüre zu ermöglichen. Ich habe auch deshalb kein Verständnis, weil es nun so aussieht, als könnten wir Indies unsere E-Books nicht anständig formatieren, v. a. in Verbindung mit dem Klops, den Matthias hier erwähnt: http://www.selfpublisherbibel.de/selfpublishing-auf-gut-deutsch-wo-die-tolino-media-titel-in-den-stores-landen/ Stichwort „Special“ oder „besonderer Bock“.
Ich schreibe das alles hier besonders auch für Menschen auf, die keine Self-Publisher sind und die sich als Tolino-Leser jetzt möglicherweise über irgendein Problem mit meinen Büchern ärgern (etwa, dass sie den Text nicht von den Beispielen unterscheiden können oder dass alle Kapitelzahlen in der Leseprobe links stehen). Ich möchte so aber auch erklären, warum ich vorerst keine weiteren Bücher für den Tolino anbiete.
Gerade in Hinblick auf das, was Matthias schreibt, möchte ich außerdem festhalten, dass das „böse“ Amazon uns Indies mit Abstand am besten behandelt. Dort tauchen unsere Bücher zum Beispiel gleichberechtigt neben Verlagswerken auf und die gesamte Abwicklung ist einfach und transparent. Deshalb erscheinen dort alle meine Bücher zuerst und eine ganze Reihe auch ausschließlich.

*(9.5.15)Das ist inzwischen korrigiert, vielleicht weil ich darüber geschrieben habe. Aber hier und hier bricht das Autorenportrait weiterhin mitten im Wort ab.

(Nachtrag vom 17.5.15: Noch mehr Gedanken/Erfahrungen zu und mit Tolino. Und hier noch mehr vom 20.5.15.)

(Die Geschicht nimmt eine unverhoffte Wendung (Spoiler: aber keine gute). Nachträge vom 15.6.2015 und vom 24.6.2015)

Den zweiten Aspekt habe ich neulich schon in meinem Newsletter angesprochen:

Ich biete einige meiner Krimis („Ohne Skrupel“ und die beiden Kaha-Fischer-Krimis) nicht mehr nur als Kindle-E-Books bei Amazon an, sondern auch bei Kobo, Apple (iBooks), Google Play und ganz neu auch für den Tolino, also bei den verschiedenen Shops, die Bücher für diesen Reader liefern.
Warum mache ich das nicht mit allen meinen Krimis? Es ist erst einmal ein Test. Ich möchte abschätzen können, wie groß die Nachfrage ist. Denn andererseits muss man KDP/Amazon E-Books exklusiv überlassen, damit Leser die betreffenden Bücher kostenlos ausleihen können. Das heißt bei „Ohne Skrupel“ und den Kaha-Fischer-Krimis geht das jetzt nicht mehr. Eine Zwickmühle, denn ich weiß (noch?) nicht, womit mehr Lesern gedient ist.

Was mich sehr interessieren würde sind eure Meinungen und, falls ihr solche gemacht habt, auch eure Erfahrungen mit den verschiedenen Anbietern. Ich werde Links zu diesem Beitrag bei Facebook und G+ posten. Dort wäre dann Gelegenheit für Kommentare. Bei Twitter bin ich auch erreichbar sowie natürlich per E-Mail (s. in der Spalte rechts).

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