Die Logline: Darum geht es in meinem 2. Cori-Stein-Thriller

Um anderen (und sich selbst*) in wenigen Worten zu erklären, worum es in einer Geschichte geht, schreibt man eine sogenannte Logline. Besonders üblich ist das im Filmgeschäft, doch auch viele Romanautoren tun dies.

Wie auch andere Autoren lese ich ständig Schreibratgeber und entsprechende Blogposts, um dazuzulernen. Inspiriert von Ratschlägen zum Verfassen einer Logline habe ich noch einmal in einem Satz formuliert, worum es in meinem nächsten Cori-Stein-Thriller geht:

Die abenteuerlustige Journalistin Cori Stein wird mitten in London Zeugin eines Anschlags und folgt der Spur der Attentäter bis nach Nordirland und Zypern, wodurch sie ins Visier eines gefährlichen Gegners gerät, der um jeden Preis verhindern will, dass sie seine Pläne durchkreuzt.

Wenn es auch zwei Sätze sein dürfen, lässt sich das etwas schöner so formulieren:

Die abenteuerlustige Journalistin Cori Stein wird mitten in London Zeugin eines Anschlags und folgt der Spur der Attentäter bis nach Nordirland und Zypern. Dadurch gerät sie ins Visier eines gefährlichen Gegners, der um jeden Preis verhindern will, dass sie seine Pläne durchkreuzt.

Zum Vergleich hier eine frühere Version aus meinem Post The Next Big Thing Blog Hop – der zweite Cori Stein-Thriller:

Die Journalistin Cori Stein will Leo, dem Mann, den sie liebt, helfen, mehr über seine Herkunft zu erfahren, und verwickelt dadurch ihn, seine Familie und sich selbst in eine lebensgefährliche Intrige von internationalem Ausmaß.

Warum habe ich jetzt andere Dinge in den Mittelpunkt gestellt? Bei längeren, komplexen Geschichten, aber sogar in Folgen von Fernsehserien gibt es häufig eine A-Story (die Haupthandlung) und eine B-Story (die Nebenhandlung), oft sogar noch ein C-Story usw. A- und B-Story können natürlich zusammenhängen, vor allem, wenn dieselben Personen an ihnen beteiligt sind.

Wer neugierig ist, wie das alles im zweiten Cori-Stein-Thriller zusammenpasst, sollte das Buch lesen. Das hoffentlich in diesem Jahr fertig wird. Wenn ich mich nicht durch das Verfassen von Blogposts zu sehr vom Schreiben ablenken lasse 😉

Jedenfalls ist mir nun bewusst geworden, dass ich in die frühere Logline die B-Story aufgenommen und diese sogar besonders hervorgehoben hatte. Doch meine Krimis heißen nicht umsonst Cori-Stein-Thriller. Sie ist die Hauptperson und die Logline sollte sich um ihre, die A-Story drehen.

Die neue Logline erzählt die Hauptgeschichte. Wir erfahren, wer die Hauptperson ist (Cori), welches Ziel sie hat (sie will die Attentäter finden und — da sie Journalistin ist — offenbar über ihre Entdeckungen schreiben). Wir kennen den Widersacher und den Hauptkonflikt (ein nicht namentlich genannter Gegner — ich will ja nicht Dinge verraten, die Cori erst später herausfindet — will das verhindern). Man kann der Logline außerdem entnehmen, dass es sich um einen internationalen Thriller handelt (Nordirland und Zypern; Anschlag) und ich versuche durch das Adjektiv „abenteuerlustig“ nicht nur Cori zu beschreiben, sondern auch zu signalisieren, dass das Buch nicht düster und blutrünstig ist — also etwas über den Ton der Geschichte zu sagen.

Ja, so viele Gedanken stecken manchmal hinter dem, was wir schreiben 😉

Als Autorin gerate ich leicht auf Abwege, weil so ein Buch natürlich eine Unzahl für mich wichtige Elemente enthält („Bäume“) und eine Logline oder auch eine Buchbeschreibung bei Amazon („Wald“) dem nicht gerecht werden kann. Und es auch nicht braucht oder soll. Sie sollen Lesern nur einen zutreffenden Eindruck davon geben, was sie erwartet, und sie im Idealfall neugierig machen. Weil ich jedoch so sehr in der Geschichte stecke und an so vielen Details hänge, besteht immer die Gefahr, dass ich mich beim Verfassen von solchen Kürzestzusammenfassungen verrenne.

Warum erkläre ich das alles so ausführlich? Nun, weil ich hoffe, dass so ein Blick hinter die Schreib-Kulissen für euch, die Leser, vielleicht auch einmal ganz interessant ist 🙂

*Es kann beim Schreiben helfen, sich anhand der Logline immer wieder daran zu erinnern, was die Kerngeschichte ist. Besonders, wenn man einen langen, verwickelten Thriller schreibt.

Eine gute Ergänzung zu diesem Post ist mein früherer Beitrag Was Cori Stein antreibt.

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