Sehenswerter Dokumentarfilm über gefälschte Medikamente

Der Film Pharmacide: Mekong handelt hauptsächlich von der Situation in Asien, speziell in Thailand, Burma, Laos und Kambodscha. Auch die Bilder stammen von dort sowie einige aus China (undercover aufgenommen, ungefähr ab Minute 28:30) — was für die Leser von OHNE SKRUPEL interessant sein könnte.

Es kommen jedoch auch Experten zu Wort und ich möchte nur auf das hinweisen, was einer von ihnen etwa bei Minute 14:20 sagt. Dass nämlich jedes Jahr vermutlich 150000 bis 200000 Menschen in Afrika an Malaria sterben, weil ihre Medikamente zu wenig oder gar keine Wirkstoffe enthalten. Das ist nicht nur eine unglaublich große Zahl. Bei etwa 750000 Todesfällen pro Jahr durch Malaria ist auch der Anteil der Betroffenen empörend hoch. Ein anderer Experte glaubt sogar, dass diese Zahlen noch zu niedrig angesetzt sind.

Ich schreibe hier über diesen Film und habe ihn unten in diesen Post eingebettet, weil ich denke, dass jeder über dieses Problem informiert sein sollte. Weil so viele Menschenleben gefährdet sind, aber auch weil er zeigt, dass man als Tourist in vielen Ländern misstrauisch sein und auf keinen Fall zu „günstigen“ Nachahmungen greifen sollte. Aufnahmen, die in Paris am Flughafen gemacht wurden, zeigen außerdem: Auch wir können uns nicht völlig in Sicherheit wiegen. Das gilt natürlich besonders, wenn man auf dubiosen Websites bestellt. (Aber das nur am Rande.)

Der zweite Grund, weshalb ich in diesem Blog auf dieses Video hinweise, ist natürlich, dass sich mein Thriller OHNE SKRUPEL um das Thema gefälschte Medikamente dreht. Wie ich auf den Titel kam, brauche ich wohl nicht zu erklären. Wer das Buch gelesen hat und etwa 50 Minuten Zeit hat, findet hier Gelegenheit, sich genauer zu informieren und sich ein Bild zu machen. Denn die Tabletten und anderen Arzneien, mit denen Cori Stein, die Heldin der Geschichte, zu tun hat, sehen vermutlich ganz ähnlich aus und wurden produziert, wie es in dem Video zu sehen ist. Und ich denke, selbst die kleinen Geschäfte, Apotheken und Marktstände ähneln denen, die Cori in Nigeria gesehen hat, ebenso wie in gewisser Weise die Krankenhausbetten und die Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern.

Der Dokumentarfilm ist eine Co-Produktion von „the French Ministry of Foreign and European Affairs‘ FSP Mekong Program, the US Agency for International Development, the United States Pharmacopeia’s Promoting the Quality of Medicines Program, the World Intellectual Property Organization, and the Chirac Foundation“.

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