Aus der Werkstatt einer Autorin: Cori Stein-Thriller, der 2.

Beflügelt von den positiven Lesereaktionen auf OHNE SKRUPEL, meinen ersten Thriller um die Journalistin Cori Stein, und angespornt von dem nachdrücklich geäußerten Wunsch einiger LeserInnen zu erfahren, wie es weitergeht, habe ich mich vor einigen Wochen an die Arbeit zum zweiten Buch der Reihe gemacht.

Schon vorher wusste ich ganz grob, worum es gehen und was passieren sollte. Das weiß ich übrigens auch schon für die Bände 3 bis 5 😉 Dann fiel mir zunächst das Ende ein, danach erst der erste Satz und schließlich die erste Szene. Das gab mir ein gutes Gefühl. Der Start war geglückt.

Der Anfang

Die erste Szene ist deshalb so wichtig, weil sie die Leser a) neugierig machen soll darauf, wie die Geschichte weitergeht, und weil sie sie b) einstimmen soll, auf das was kommt, also einen Eindruck davon vermitteln soll, was die Leser erwartet. Warum ich so glücklich bin über meine erste Szene? Weil es mir gelungen ist, sowohl anzudeuten, worum es gehen wird, als auch die Hauptpersonen schon in den ersten Sätzen unterzubringen. Außerdem ist der Beginn des Buchs sowohl spannend, als auch an ein, zwei Stellen witzig (finde ich). So ist von Anfang an klar, in welchem Ton ich die Geschichte erzählen werde.

Jetzt sind Sie neugierig, wie das Buch denn nun beginnt? Bitte sehr. Hier ist der erste Absatz:

„Weißt du, dass du einen total schlechten Einfluss auf mich hast?“, fragte Cori Stein ihren Begleiter. Stirnrunzelnd rührte sie in ihrem Cappuccino, so dass dessen Schaumhaube nach und nach in sich zusammenfiel. Ihr Gegenüber sah ihr mit halb amüsierter, halb fassungsloser Miene zu.

Und die letzten Sätze des Buchs? Die wollen Sie doch noch gar nicht wissen. Stimmt’s? Den Titel kenne ich übrigens selbst noch nicht. Der fällt mir gewöhnlich erst recht spät ein.

In der rechten Spalte dieses Blogs können Sie die Fortschritte verfolgen, die ich beim Schreiben des Manuskripts mache, s. „So weit bin ich mit dem 2. Cori Stein-Thriller“. Im Moment tut sich da noch wenig. Das bedeutet nicht, dass ich das Projekt ruhen lasse, sondern nur, dass ich noch im Recherche-Stadium bin. Und dann schreibe ich nur wenig im eigentlichen Manuskript. Ausnahme: Mir fällt eine schon teilweise oder ganz fertige Szene ein oder ein Dialogbruchstück, von dem ich glaube, dass ich es im fertigen Buch verwenden werde.

Die Recherche

Wenn ich einen Science-Fiction- oder Fantasy-Roman schreiben würde, wäre alles einfacher. Dann könnte ich wie Pippi Langstrumpf sagen: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ So recherchiere ich im Moment verschiedene Schauplätze, sprich: über verschiedene Länder und auch über bestimmte Orte, Gebäude, regionale Eigentümlichkeiten usw., die mich oft wiederum zu bestimmten Geschehnissen inspirieren. Auch über einige historische Vorkommnisse in den letzten Jahrzehnten muss ich mich schlau machen sowie über Requisiten, die die Charaktere verwenden: Elektronik, Waffen usw. (schließlich schreibe ich einen Thriller).

Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Ich schreibe kein Sachbuch. Aber das, was in meinem Thriller geschieht, sollte zumindest in etwa plausibel sein. (Hier im Blog erkläre ich u. a. die faktischen Hintergründe von OHNE SKRUPEL, z. B. hier, und wo interessierte Leser mehr erfahren können.)

Außerdem muss ich mir natürlich die Besetzung für meine Geschichte ausdenken: die Guten, die Bösen, die Zwielichtigen – die Hauptpersonen und die Nebendarsteller, samt ihren Eigenschaften, Zielen und Taten. Auch dazu inspiriert mich meine Recherche manchmal. In anderen Fällen lasse ich meine Fantasie spielen.

Mein schwarzes Notizbuch

All meine Funde, Ideen, mögliche Vorkommnisse und auch Fragen schreibe und kopiere ich in verschiedene Dateien oder ich notiere sie mir in einem Notizbuch im Format DINA5, das mir eine liebe Freundin samt zugehörigem Kugelschreiber geschenkt hat. Anmerkung am Rande: Wie wohl die meisten Autoren liebe und sammle ich Schreibwaren: Notizbücher, Blöcke, Kugelschreiber, andere Stifte …

NotizbuchIn das Notizbuch kommen vor allem Ideen zum Plot, zu den Personen, ihren Beziehungen untereinander, falsche Fährten, Verwicklungen, kurz: zum Aufbau der Geschichte. Letzteren zu entwerfen, ist nicht so einfach bei einem Thriller, der ja eine gewisse Länge und Vielschichtigkeit haben sollte. Das erfordert schon etwas Planung.

Ehe ich ans Schreiben der ersten Fassung gehe, lege ich eine so genannte Outline fest, die die Abfolge der einzelnen Geschehnisse skizziert. Außerdem wächst das eigentlich Manuskript, so wie ich mich kenne, schon um eine Reihe von Szenen und Dialogen quer durch die ganze Geschichte an. Immer, wenn mir etwas einfällt, das geschehen könnte, oder wenn ich „höre“, was Personen in bestimmten Situationen sagen, schreibe ich es schnell auf, damit ich nichts vergesse. Das heißt nicht, dass diese Storybruchstücke auch im fertigen Buch vorkommen (meistens ist das allerdings tatsächlich so). Und auch die Outline ist nicht in Stein gemeißelt. Denn beim Schreiben erlebe auch ich selbst noch die eine oder andere Überraschung. Aber das macht das Autorenleben ja so schön und interessant.

Hier ein Einblick in mein Notizbuch:

Durchgestrichene Passagen habe ich schon in die Dateien CS2 (2. Cori Stein-Thriller) oder, falls ich noch nicht genau weiß, was ich damit anfangen werde, CS2ideen in meinem Laptop übertragen.

Das Bild zu klein? Hier ist noch eins:

Das Bild ist überbelichtet? Sie können nichts lesen? Uuups. Dann müssen Sie wohl auf das fertige Buch warten 😉

(Nachtrag) Inzwischen ist der zweite Cori-Stein-Thriller fertig:

DAS PHONIX-VERMACHTNIS - 500

Falls Sie den ersten Cori-Stein-Thriller noch gar nicht kennen. Sie können ihn mit wenigen Klicks bei Amazon als Kindle-EBook kaufen:

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