Woher kommen die Ideen für meine Bücher?

Wie vermutlich viele Schriftsteller werde ich immer wieder gefragt, wo ich bloß die Einfälle für meine Geschichten herhabe.

Die kurze Antwort: Ich weiß es nicht. Vieles entsteht einfach beim Tagträumen, beim Nachdenken über die Frage: Was wäre, wenn… ? Mit der anschließenden Frage: Und dann? Gefolgt von: Und dann? Gefolgt von: Und was wäre, wenn dann …? Usw. usf.

Die lange Antwort: Einzelne Elemente von Geschichten stammen aus ganz vielen unterschiedlichen Quellen. Etwa aus Beobachtungen im Alltag, eigenen Erlebnissen, Erfahrungen und Gefühlen (obwohl sicher viel seltener als so mancher Leser denkt), Büchern, die ich gelesen, Filmen, Fernsehserien und -beiträgen, die ich gesehen habe. Eine ganze wichtige Inspiration bildet das, was ich in Zeitungen, Zeitschriften oder ganz allgemein im Internet finde.

Ein Beispiel aus meinem Thriller Ohne Skrupel: In der New York Times las ich einen Artikel über Hundekämpfe in Russland A Brutal Sport Is Having Its Day Again in Russia. So kam ich auf die Idee, einem der Bad Guys einen Volkodav (kaukasischen Schäferhund) als Gefährten zu geben, was neue Seiten seines Charakters offenbarte – mir und hoffentlich auch den Lesern. Das ist natürlich nur eine Facette eines ziemlich langen Buchs, jedoch entstanden aus der Zeitungslektüre. Ein weiteres, wichtiges Beispiel finden Sie in diesem Post.

Inzwischen denke ich sehr intensiv über den zweiten Band meiner Thriller-Reihe um die Journalistin Cori Stein nach. Ich weiß schon ungefähr, worum es gehen soll und was einige Schauplätze sein werden. Darüber recherchiere ich gezielt in Büchern und im Internet. Andererseits las ich kürzlich diesen Artikel im Freitag: Eine Kalasch bringt Bares. Was darin steht, ist erstklassiges Thrillermaterial. Ich sage nur „Waffenhandel“, „Geheimdienste“ … Mein Buch wird das aber nicht eins zu eins aufgreifen – wie gesagt, habe ich schon andere Pläne 😉 Ich kann mir aber vorstellen, dass einige Details in die Geschichte einfließen oder vielleicht auch nur als Ausgangspunkt für andere Ideen dienen.

Lesen bildet – auch Krimiautoren. Deshalb fällt es mir übrigens auch so schwer zu sagen, wie viel ich arbeite. Zählt das viele Lesen und Stöbern im Internet als Arbeit? (Und wenn ja, für meinen Beruf als Journalistin oder für die Krimiautorin?) Oder als Freizeit? Im Grunde sind Schriftsteller enorm fleißig, denn letztlich „arbeiten“ wir immer. Wer weiß schon, wann mich eine Beobachtung oder ein Erlebnis oder eine Tagtraum auf eine Idee bringt? Wenn mir jetzt noch jemand einen anständigen Stundenlohn dafür bezahlen würde 😉

Neugierig, was es mit dem oben erwähnten Volkodav auf sich hat? Die Antwort finden Sie hier:


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